Ausgabe 17 · Juni 2026 Folline ·
Folline Magazin für Kinderwunsch, Reproduktionsmedizin und Familienplanung. — Bd. xvii —
Über das Magazin

Folline — Magazin für Kinderwunsch und Reproduktionsmedizin.

Folline ist ein monatlich erscheinendes Kinderwunsch-Journal in deutscher Sprache. Wir schreiben über Reproduktionsmedizin, Zyklus-Diagnostik, präkonzeptionelle Ernährung und das deutsche Familienplanungs-Recht — und versuchen, Paaren mit Kinderwunsch eine evidenzbasierte Orientierung zu geben, die zwischen Hochglanz-Lifestyle-Magazin und klinischer Leitlinie eine eigene Position einnimmt. Kein Beratungsangebot, keine Behandlungsempfehlung — ein redaktionelles Magazin, das jeden Monat erscheint und sich an Leute richtet, die ihre Kinderwunsch-Phase wissenschaftlich verstehen wollen.

Der Takt ist monatlich. Acht Ressorts — Zyklus, Ernährung, Reproduktionsmedizin, Phytotherapie, Lebensstil, Klinik, Recht, Praxis — bilden das Gerüst, in dem wir kontinuierlich publizieren. Nicht jede Ausgabe füllt alle acht Felder gleich stark; manchmal verdichten sich drei Texte um eine S3-Leitlinien-Aktualisierung, manchmal liegt der Schwerpunkt auf einem einzelnen Bundestags-Entwurf zur Embryonenschutzgesetz-Reform. Die aktuelle Juni-2026-Ausgabe hat ihren Schwerpunkt in der laufenden Eizellspende-Erlaubnis-Diskussion mit Seitenblicken auf einen Cochrane-Review zur Folsäure-Dosierung und auf eine längere Recherche zu Anti-Müller-Hormon-Tests in der Privatpraxis.

Gegründet wurde das Magazin im Sommer 2009, im Umfeld der damals stark wachsenden deutschen Kinderwunsch-Beratungs-Landschaft und der ersten Welle systematischer AMH-Diagnostik. Was als Korrespondenz zwischen Reproduktionsmedizin-Klinik und Familienplanungs-Beratungsstelle begann, ist seither zu einer fortlaufenden Publikation geworden. Wir verstehen 2009 als Gründungsmoment, nicht als Thema.

Was uns inhaltlich interessiert, ist die Spannung zwischen klassischer reproduktionsmedizinischer Tradition und gegenwärtiger Evidenz-basierter Medizin. Patrick Steptoe und Robert Edwards haben mit Louise Brown 1978 die In-vitro-Fertilisation eingeführt, Gianpiero Palermo hat 1992 mit ICSI das Verfahren auf männliche Subfertilität erweitert, Anne McLaren hat die Embryonen-Forschungs-Ethik über Jahrzehnte mitgeschrieben — und heute publizieren ESHRE (European Society of Human Reproduction and Embryology), ASRM (American Society for Reproductive Medicine), die DGGG (Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) und das D·I·R (Deutsches IVF-Register) auf den Schultern dieser Linie Leitlinien, die ohne sie nicht denkbar wären. Wir behandeln Kinderwunsch als das, was es tatsächlich ist: keine Affiliate-Bühne, sondern ein medizinisch und juristisch verfasstes Feld, das sich an S3-Leitlinien und Cochrane-Reviews überprüfen lässt.

Geschrieben ist Folline für Kinderwunsch-Paare, die ihre Diagnostik verstehen wollen, für Praxis-Patient:innen, die zwischen ESHRE-Empfehlung und Kassen-Realität einordnen wollen, für Familienplanungs-Beratende, die ihre Klient:innen verständlich informieren möchten, und für Schwangerschafts-Vorbereitende, die ihre präkonzeptionelle Phase ernst nehmen. Wir setzen Lesefreude an medizinischer Notation voraus, aber keinen Medizin-Abschluss; eine Reproduktionsmedizinerin wird hier nichts Neues über AMH-Werte lernen, eine sich vorbereitende Frau in der Mitte-Dreißig vielleicht schon.

Gastbeiträge

Folline nimmt Gastbeiträge an. Wer einen Text geschrieben hat — Leitlinien-Aktualisierung, Klinik-Erfahrungsbericht, Recht-Analyse, Lebensstil-Studie — und ihn bei uns sehen möchte, schickt eine Schreibprobe an [email protected]. Wir antworten in der Regel innerhalb einer Woche und honorieren angenommene Beiträge nach festen Sätzen. Kürze ist kein Nachteil, eine präzise Studien-Referenz sagt mehr als drei Absätze Prosa, und wer Leitlinien-Empfehlungsgrade nennt, hat schon gewonnen.

Kinderwunsch ist für uns kein Lifestyle-Trend. Es ist die seltene Disziplin, in der eine 1978 erfundene Verfahrens-Familie am Donnerstagvormittag in der Frankfurter Reproduktionsmedizin-Klinik noch immer am Mikroskop überprüft wird.

Hinweis nach HWG. Folline veröffentlicht journalistisch-redaktionelle Beiträge zu Themen der Reproduktionsmedizin und Familienplanung. Wir geben keine Heilversprechen, keine Diagnose-Hilfe und keine individuelle Behandlungsempfehlung. Bei konkreten medizinischen Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Frauenärztin, Ihren Reproduktionsmediziner oder eine anerkannte Beratungsstelle.